Zur Startseite der Webseite

Blamabler Auftritt beim Tabellenführer

Vergangenen Sonntag ging die Reise für den FSV-Tross in das schöne Elbtal. Flussaufwärts, fast bist zur tschechischen Grenze, gastierte man in Rathmannsdorf bei der SpG Reinhardtsdorf/Schandau - ihres zeichens Tabellenführer und einer der ganz heißen Anwärter auf den Staffelsieg. In den letzten Jahren konnte man hier allerdings für die ein oder andere Überraschung sorgen und bei schönstem Herbstwetter peilte man natürliche die Nächste an. Personaltechnisch konnte man diese Ambitionen allerdings nicht wirklich unterstreichen. Zur Langzeitverletzten Weinert und den auf Expedition befindlichen Zwillingen gesellten sich auch noch Eckart und Lohse in den Klub der Abwesenden. Einzig Bahr kehrte in den Kader zurück, sodass man immerhin die volle Spielstärke erreichte. So war für Trainer Walther Bastelstunde angesagt, um aus dem vorhandenen "Material" eine schlagkräftige Truppe zu kreieren. An Kreativität mangelte es dem Coach jedenfalls nicht und so bekam der Zuschauer ein recht überraschendes Bild zu Gesicht. Bahr rückte in die Abwehrzentrale flankiert von Nitzsche und Abrakadabra Torjägerin Dittrich. Dafür durfte Kliemt nach vorn zu Glöß rücken. Görsch sollte zentral die Fäden ziehen. Man schien hinten auf die Schnelligkeit der einzelnen Akteurinnen zu bauen. 

 

Genug nun vom Vorgeplänkel und rein ins Spiel und diese sollte direkt mit einem Paukenschlag beginnen. Torfrau Jahn entschied sich für einen kurzen Abstoß, Bahr sollte die gewohnte Pralle spielen um das Spiel mit einem langen Schlag zu öffnen. Doch die Schandauer Stürmerin roch diesen Braten, spritzte dazwischen und konnte ohne Probleme einschieben. Der FSV, allerdings nur kurz geschockt, setzte sofort seine erste Duftmarke. Glöß wurde schön freigespielt, ihr Schuss prallte am Arm der Gegenspielerin ab und der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf 9-Meter und mit denen hatte man in dieser Saison gute Erfahrungen gemacht. Görsch krallte sich den Ball und knallte ihn zentral aufs Tor. Blöd nur, dass da nach wie vor eine Torfrau stand. Bevor es weitergehen sollte entschied sich Schiedsrichter Vanek für einen Trikotwechsel, der Verwechslungen ausschließen sollte. Unglücklich allerdings, dass er sein eigenes, gelbes Trikot tauschte. Dies schien ihm mehr Ähnlichkeit mit den grünen FSV-Jersey zu haben, als das rote von Torfrau Jahn und die ebenfalls roten Trikots der Gastgerberinnen! Danach durfte dann wieder Fußball gespielt werden. Nur schlecht, dass unsere Mädels dies nicht wirklich mitbekamen und die Gastgeberinnen schnell ein unschönes, aber probates Mittel gegen unsere Abwehr fand. Denn durch lange, aber gut getimte Bälle auf Ihre schnellen Stürmerinnen und den ein oder anderen individuellen Aussetzer konnte die Heimmannschaft das Ergebnis bis zur Pause noch auf 7:0!!! hochschrauben. Das Offensivspiel unserer Damen fand so gut wie überhaupt nicht statt und beruhte lediglich auf Fehlpässen der Gegenspielerinnen und den gut getretenen Ecken von Görsch. Doch liebe Mädels, irgend ein Körperteil sollte man in der Mitte dann doch mal in so eine Flanke reinhalten. 

 

So ging es nach den schwächsten 45. Min dieser Saison in die Kabine, zum kollektiven Schämen. Fünfzehn Minuten lang Zeit sich zu sammeln, den Kopf zu heben und sich hier wenigstens anständig zu verkaufen. Denn die Zeiten in denen man sich nun aufgab und zum Abschuss freigab, sollten ein für alle Male der Geschichte angehören. 

 

Da man bereits ohne "frischen Wind" von der Bank angereist war, sollte ein interner Wechsel für mehr Stabilität sorgen. So rutschte Routinierin Görsch für Bahr nach hinten. Dies fruchtete allerdings vorerst gar nicht und bereits nach 120 Sekunden schien alles, was man sich vorgenommen hatte, über den Haufen geworfen. Denn erneut hatte es zweimal im Schlottwitzer Gehäuse geklingelt. Nun endlich schien man allerdings Begriffen zu haben, dass man sich auch einfach wehren kann. Tatsächlich konnte man nun so etwas wie Kampfgeist und ab und zu sogar ein wenig fußballerischen Glanz entdecken. Ob dies dem nachlassenden Willen der Gastgeber oder dem Umstand, das dass nächste Tor das bittere 10:0 gewesen wäre zu verdanken war, ließ sich schwer herauskristallisieren. Sei's drum, die FSV-Damen betrieben nun endlich Schadensbegrenzung und wenn dann doch mal eine Schandauerin durch war, konnte man sich auf die heute starke, aber sehr bemitleidenswerte Jahn verlassen. Auch wenn die Mission "einstellig" in der 85. Minute dann doch noch scheiterte, bewieß man immerhin Moral. 

 

Insgesamt kann man mit diesem Auftritt allerdings ganz und gar nicht zufrieden sein. Man verlor gegen eine Truppe die keineswegs übermächtig wirkte, vollkommen verdient mit 10:0. Mit weiteren solchen Auftritten gehört man dann in der Tabelle auch genau da hin, wo man im Moment steht - nämlich recht weit nach unten. Dies kann allerdings nicht der Anspruch sein und sollte schon nächsten Sonntag, den 08.11.15 um 14 Uhr gegen die SV Johannstadt 90 2. korrigiert werden. 

 

Der FSV spielte mit:

Jahn 1 - Bahr 3 , Nitzsche 7, Dittrich 11 - Görsch 13 - Kliemt 6 , Glöß 12

 

Bericht: R.Rädisch

Termine

Keine Veranstaltungen gefunden.