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Der Pokaltraum lebt nur 45 Minuten weiter!

Es war endlich wieder soweit. Die nächste Pokalrunde stand an, immerhin bereits das Viertelfinale. Das Los bescherte uns leider ein Auswärtsspiel und das auch noch gegen einen "alten Bekannten", die SG Gebergrund Goppeln. In der laufenden Saison hatte man sich da bereits eine 5:0-Klatsche abgeholt. Doch auch die Gastgeber waren gewarnt, denn immerhin kickte der FSV in der Vorrunde den Tabellenzweiten der Parallelstaffel, die SV Grün-Weiß Ebersbach, aus dem Wettbewerb. So erschien alles wie gemacht für einen packenden Polalkrimi. Einzig die Personalsituation des FSV ließ zu wünschen übrig. Nur sechs fitte Spielerinnen standen Trainer Walther zur Verfügung, dazu gesellte sich die angeschlagene Kliemt um immerhin vollzählig antreten zu können. Diese rückte zu Glöß und Lohse in den Sturm und etwas überraschend schloß Top-Torjägerin Dittrich die Lücke in der Abwehr, die durch den Ausfall von Nitzsche entstanden war.


Rein ins Spiel und sofort pressten die Hausherrin munter los. Die Goppelnerinnen wollten hier von Beginn an zeigen wer "Herr" im Hause ist. Doch trotz optischer Überlegenheit gab's die Chancen vorerst auf der anderen Seite. Unsere Mädels konzentrieren sich voll und ganz auf schnell vorgetragene und schnörkellose Konter. Zumeist über die wieselflinke Lohse, die die Gastgeber in der Anfangsphase nie in den Griff bekammen. Leider fehlte ihr vorerst noch etwas die Feinjustierung beim Abschluss. Die Gastgeber ihrerseits kamen dann doch 2-3 mal gefährlich vors Tor unserer Mädels, doch entweder hielt Keeperin Jahn oder eine andere Schlottwitzerin konnte noch ein Bein dazwischen werfen. So wie in der 27. Minute als Glöß und Görsch ihre Gegenspielerin erfolgreich unter Druck setzten und ihr den Ball abjagten. Sofort startete Lohse in der Hoffnung das Görsch nur auf diesen Moment gewartet hat, um einen ihrer gefürchteten Steilpässe zu spielen und sie sollte sich nicht umsonst auf den Weg machen. Ein gefühlvoller Pass in die Schnittstelle genügte und Lohse war ganz allein auf weiter Flur, behielt die Ruhe und konnte zur Führung vollenden. Nun mussten die Gastgeberinnen natürlich noch mehr investieren und dies taten sie auch. Doch selbst jetzt konnten sie sich kein wirkliches Chancenplus erarbeiten. Das Spiel zeichnete sich zwar zum Großteil in der FSV-Hälfte ab, doch richtig zwingend wurde es nur selten. So gab es bis zur 45. Minute nur wenige Highlights. Diese hatte es dann allerdings in sich. Ein schneller Angriff unserer Mädels wurde von Glöß wunderbar in den Lauf von Lohse weitergeleitet, diese legte sich den Ball aber ein Tick zu weit vor und die Torfrau schnappte sich das Leder. Nun ging es prompt in die andere Richtung, der FSV schien schon in der Kabine und verweigerte die Umkehrbewegung. Plötzlich waren zwei Goppelnerinnen gegen eine Schlottwitzerin allein und spielten diese Überzahl gekonnt aus. Das 1:1 direkt vor der Pause war die Folge.

Sehr Schade das man die Führung durch diese späte Unkonzentriertheit leichtfertig aus der Hand gab. Trotz dessen war es eine ansprechenede erste Hälte unserer Damen.
So konnte es weiter gehen. 

Doch dies tat es leider nicht. Beim FSV fehlten nun defensiv die entscheidenden Prozente um noch wie in Hälfte 1 ständig einen Fuß dazwischen zu bekommen oder den Gegner anderweitig zu stören. So stand es eh man sich versah bereits 1:3 für die SG Gebergrund. Die fehlende Möglichkeit der ein oder anderen Spielerin eine kurze Verschnaufpause zu geben zeigte nun ihre Wirkung. Am Willen scheiterte es mit Sicherheit nicht, wie Glöß in der 61. Minute nochmal eindrucksvoll unter Beweis stellte. Eine Hereingabe von Görsch lenkte sie zunächst an den Pfosten von wo der Ball vor die Torlinie sprang, um dann als erstes entschlossen zu reagieren und den Ball über diese zu drücken. Der Hoffnungsschimmer blitzte allerdings nur kurz auf, denn bereits eine Minute später konnte Goppeln den alten Abstand wieder herstellen und damit war das Spiel dann auch gelaufen. Die Kräfte waren nun am Ende und der Gastgeber erhöhte bis zum Schlusspfiff noch auf 2:6 und zieht aufgrund der zweiten Hälfte verdient ins Halbfinale ein. 

Der FSV lieferte in Hälfte 1 eine gute Leistung ab, konnte dieses Niveau aber kräftemäßig in der zweiten Hälfte nicht halten. Interessanter wäre es sicherlich mit 1-2 Wechseloptionen geworden. So bleiben gute 45 Minuten und das Wissen das man mit mannschaftlicher Geschlossenheit einiges erreichen kann. Weiter geht es nach Ostern mit dem Duell gegen den Tabellennachbarn aus Löbtau. Die Kickers bitten am 3.4.16 um 15 Uhr zum Kräftemessen.

Der FSV spielte mit:
Jahn 1 - Bahr 3 , Dittrich 11 , Görsch 13 - Kliemt 6 , Lohse 10 , Glöß 12

Bericht: R.Rädisch

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